Die Stadt der Seher von Christoph Hardebusch

Buchcover Die Stadt der Seher

Eine Fantasy-Geschichte in einer italienisch wirkenden Stadt, ein Heer, das diesen Ort bedroht und ein geheimnisvoller Orden, der Orden der Seher, dazu noch ein Waisenjunge, der irgendwie in die Geschehnisse hineingezogen wird. Dies ist die Kurzbeschreibung des Buchs „Die Stadt der Seher“.

Wovon handelt das Buch?

Es geht um die alte, stolze und bislang uneinnehmbare Stadt Vastona, die wirkt wie ein italienischer Stadtstaat aus der Zeit der Medici. Die Stadt wird von einem Fürsten beherrscht und es gibt den geheimnisumwobenen Orden der Seher, der sehr einflussreich ist, wenn es um die Geschicke Vastonas geht.

Der Waisenjunge Marco stolpert in ein Abenteuer, als er vom Orden der Seher entdeckt wird und zur Ausbildung aufgenommen wird. Für Marco bedeutet dies erst einmal, dass er ein Dach über dem Kopf hat, saubere Kleidung und endlich, vielleicht sogar zum ersten Mal in seinem Leben, ausreichend zu essen.

Er freundet sich mit Elena, die in einer Manufaktur arbeitet, an und gemeinsam lernen sie Zalvado, eine Art Daniel Düsentrieb oder zum Setting des Buchs passend, eine Art Leonardo da Vinci, kennen, der gerade dabei ist, eine Flugmaschine zu bauen. Zu den dreien stößt noch der Elf Caronix, ein alter Weggefährte Zalvados.

Gleichzeitig rückt das Heer des Herzogs Solare Biocca auf die Stadt Vastona zu und Marco lernt mehr und mehr über den Orden der Seher und über seine Rituale. Eines Tages kommt es zum Kampf und Marco und Elena sind mittendrin, um die eigentliche Gefahr, die die Stadt und ihre Bewohner bedroht, zu bekämpfen.

Wie hat mir die „Stadt der Seher“ gefallen?

Mich hat die Mischung aus italienischem Stadtstaat, einem geheimnisvollen Orden und der Bedrohung durch einen stark und ein bisschen geheimnisvoll wirkenden Herzog Solare Biocca und sein Heer angesprochen. Es hörte sich nach solider Fantasy-Kost an und das wurde auch geliefert.

Die Geschichte fing spannend an und ich war mir am Anfang gar nicht sicher, worum es geht und was bzw. wer die eigentliche Bedrohung ist. Besonders gut hat mir die rasante Vorstellung Marcos gefallen, es erinnerte an eine Achterbahnfahrt. So wurde ein feines Netz gesponnen, dessen Fäden ganz langsam im Laufe der Geschichte zusammenfinden.

Der Charakter Marcos entwickelt sich im Laufe der Geschichte und Elena ist eine perfekte Ergänzung zu dieser Figur. Zalvado und Caronix sorgen für Unterhaltung und nehmen der Geschichte das manchmal sehr Tragende, wobei das Erscheinen eines Elfs schon vieles klarer werden ließ und mich das Ende dann nicht mehr so ganz überrascht hat. Aber ich möchte hier an dieser Stelle jetzt nicht zu viel verraten.

Es gab noch einen weiteren Charakter, Ombro, dessen Geschichte und Rolle leider nicht ganz klar wurde (vielleicht auch nur mir nicht, wer weiß). Zu dieser Figur hätte ich mir gerne ein wenig Informationen gewünscht, sowie am Ende nicht ganz so viel Geschwindigkeit in der Geschichte. Sehr gut hat mir gefallen, dass der Autor den Frauen im Buch nicht nur eine schmückende Rolle zugeteilt hat. Es gab genauso Soldatinnen wie Soldaten und auch Elena wurde von Zalvado als vollwertige Ansprechpartnerin behandelt, was oft in Geschichten in einer solchen Welt nicht der Fall ist.

Christoph Hardenbusch ist es gelungen, eine ganz interessante Mittelalterwelt aufzubauen und eine spannende Geschichte zu erzählen. Es ist ein Buch, das gut an einem Wochenende oder im Urlaub gelesen werden kann und führt einen in eine andere Welt.

Informationen zum Buch
Buchtitel: Die Stadt der Seher
Autorin: Christoph Hardebusch
Verlag: Hobbit Presse Klett-Cotta Verlag
Erschienen: 2021
ISBN: 978-3-608-93918-7

Mein Buch ist ein kostenloses Rezensionsexemplar (unbezahlte Werbung), welches mir über NetGalley von der Hobbit Presse Klett-Cotta zur Verfügung gestellt wurde. Herzlichen Dank hierfür!

Wenn du Fantasy magst, ist das Buch „Tinte & Siegel – Die Chronik des Siegelmagiers 1“ von Kevin Hearne vielleicht auch etwas.

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