Schreibblockaden lösen von Daniel Fitzke

Das Buchcover des Buchs "Schreibblockaden lösen"

Schreibblockade – der Albtraum, wenn du in irgendeiner Weise mit Schreiben deine Brötchen verdienst. Gibt es Notfalltipps, wenn sie dich erwischt, die Schreibblockade?

Der Inhalt des Buchs

Gleich zu Anfang seines Buchs „Schreibblockaden lösen“ räumt Daniel Fitzke damit auf, dass das, was wir erleben, wenn im Schreibprozess plötzlich Stillstand herrscht, wirklich eine Schreibblockade ist. Es ist eine Phase im kreativen Prozess und dass diese Phase zu diesem Prozess gehört, gar wichtig ist für die Vollendung des Werkes.

Dies ist nicht nur seine Privatmeinung, sondern es gibt das „Modell des kreativen Prozesses“ von Graham Wallas, das vier Phasen umfasst: die Präparation oder hier Expedition, die Inkubation, die Illumination und die Verifikation oder hier Evaluation. Das Ganze steht also auf wissenschaftlichen Füßen und Daniel Fitzke beschreibt die einzelnen Phasen nicht nur, sondern kleidet sie auch mit einem anschaulichen Beispiel aus. Es geht auf eine Expedition und hierfür muss einiges vorbereitet werden.

Und dies ist auch so, wenn ein Text geschrieben werden will, er wird nicht einfach ins Blaue geschrieben, sondern es gibt ein paar Dinge, die im Vorfeld geklärt werden müssen, bevor es los gehen kann. Tja, und dann kommt meist das, was als Schreibblockade wahrgenommen wird, das Gefühl, nicht mehr weiter zu kommen, am Fleck zu bleiben.

Dies ist normal, nach einer Phase der Planung und großen Aktivität ist das jetzt völlig normal, das Unterbewusstsein arbeitet. Hier gehört jetzt jede Menge Mut zur Langeweile und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten dazu, um nun durchzuhalten, bis sie endlich kommt die Idee, die den aktiven Schreibprozess wieder in Gang bringen wird.

Meist ist dieser Termin kurz vor knapp, die Deadline droht schon, aber wie durch ein Wunder klappt es dann. Dies ist ein ganz normaler Prozess und Zweifel gehören dazu. Der Autor rät, dies anzunehmen und es zu akzeptieren, weil es irgendwann diesen kreativen Schub gibt.

Auf die Dynamik kreativer Prozesse ist Verlass. Du hast allen Grund, dir selbst zu vertrauen. Schreibblockaden lösen, Daniel Fitzke

Er gibt auch Tipps, wie man damit umgehen soll, wie man mit den Entwürfen im Papierkorb umgeht und dass Angst nicht hilft, aber ein gutes Vertrauen in das eigene Können. Anregungen zur Ideenfindung sind Teil des Buchs und Tipps, wie man sich denn auch auf eine bestimmte Zeit oder ein bestimmtes Thema einstimmen kann oder auch um den Kreativprozess in Bewegung zu bringen.

Wie hat es mir gefallen?

Das Buch „Schreibblockaden lösen“ gehört zur „30 Minuten“-Reihe des Gabal Verlags, d.h. es ist ein kurzer Ratgeber, der in 30 Minuten zu lesen sein könnte. Es gibt am Ende jeden Kapitels eine kurze Zusammenfassung mit den Kernpunkten und am Ende des Buchs gibt es sogar eine Kurzzusammenfassung für die Leser:innen, die nur ganz schnell den Inhalt aufsaugen möchten ohne in die Details zu gehen.

Daniel Fitzke ist dem, was diese Reihe beabsichtigt, absolut nachgekommen und liefert einen guten Überblick zum Thema und schafft es, dies in einer Sprache herüberzubringen, die mich als Leserin anspricht. Eine lockerer Ton, anschauliche Beispiele und gute Tipps aus der Praxis bringen den Leser:innen das Thema nahe und bei der nächsten Phase, in der ich auf die zündende Idee für einen Beitrag warte, weiß ich, dass es in Ordnung ist, in der Zeit ein paar Routineaufgaben zu erledigen, um bereit zu sein, wenn die Idee kommt.

Er nimmt einem die Angst vor der Schreibblockade und gibt Ratschläge, wie man der Angst den Garaus macht, bevor sie wirklich gefährlich wird. Hierfür gibt es auch noch Checklisten, um zu überprüfen, an wessen Erwartungen es liegt – den eigenen oder den des Auftraggebers?

Alles in allem eine runde Sache und zu empfehlen, um entspannter mit der nächsten Stillstandsphase umgehen zu können.

Informationen zum Buch
Buchtitel: Schreibblockaden lösen
Autorin: Daniel Fitzke
Verlag: GABAL Verlag GmbH
Erschienen: 2018
ISBN: 978-3-86936-881-8

PS: Das Rezensionsexemplar habe ich von Daniel Fitzke zur Verfügung gestellt bekommen, dafür vielen Dank.

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